Die Zeiten, in denen Vegetarier auf der Wiesn hungrig blieben, sind endgültig vorbei. Zwar ist das Oktoberfest tief in der fleischlastigen bayerischen Küche verwurzelt - Schweinshaxe, Hendl, Würstl -, doch das vegetarische und vegane Angebot hat sich - siehe unseren vollständigen Essen & Trinken Guide - in den letzten Jahren enorm erweitert. 2026 gibt es mehr Auswahl denn je.
Jedes große Bierzelt bietet mittlerweile mindestens eine Handvoll vegetarischer Gerichte auf der Karte. Käsespätzle (Eiernudeln mit Käse und Röstzwiebeln) sind der unangefochtene vegetarische Star des Oktoberfests - deftig, sättigend und durch und durch bayerisch. Du findest sie in praktisch jedem Zelt, typischerweise für 14 bis 18 Euro.
Obatzda, die cremige bayerische Käsecreme aus Camembert, Butter, Zwiebeln und Paprika, serviert mit einer frischen Breze, ist ein weiterer vegetarischer Klassiker. Er passt perfekt zum Bier und ist in den meisten Zelten und an Standln erhältlich. Eine Portion mit Brot kostet zwischen 10 und 14 Euro.
Für Veganer hat sich die Lage deutlich verbessert. Mehrere Zelte bieten inzwischen eigene vegane Gerichte an - Gemüsestrudel, Pilzgerichte, gegrilltes Gemüse und pflanzliche Würstl. Die Ochsenbraterei und das Armbrustschützenzelt waren dabei besonders fortschrittlich.
Außerhalb der Bierzelte gibt es weitere vegetarische und vegane Möglichkeiten auf dem Festgelände. Halte Ausschau nach Standln mit Kartoffelpuffern, gebrannten Mandeln, frischem Obst, Dampfnudeln mit Vanillesoße und Salaten. Auch die Oide Wiesn hat oft handwerkliche Essensstände mit vegetarierfreundlichen Angeboten.
Brot und Brezen sind den ganzen Tag über deine verlässlichen Begleiter. Die riesigen weichen Brezen, die es überall gibt, sind vegan (Mehl, Wasser, Salz, Lauge), sättigend und günstig. Eine Breze mit Senf von einem Standl ist ein schneller, zufriedenstellender Snack zwischen den Zeltbesuchen.
Wer strenge Ernährungsanforderungen oder Allergien hat, kann sich in den Bierzelten in der Regel gut verständigen. Das meiste Personal versteht gängige Anfragen, und größere Zelte haben oft Allergeninformationen auf Anfrage bereit. Zögere nicht zu fragen - das Personal ist an Ernährungsfragen gewöhnt.
Vorausplanung hilft - besonders für Erstbesucher. Schau dir die Speisekarten der Zelte vorab online an - die meisten veröffentlichen ihr Menü bis Anfang September auf ihren Webseiten. So kannst du Zelte mit der besten vegetarischen oder veganen Auswahl priorisieren und vermeidest, hungrig in einem Zelt mit eingeschränktem Angebot zu landen.



